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Neue Taschenbücher im Juli 2026 Mit Empfehlungen zu Christine Wunnicke, Anne Weber, Wolf Haas und vielen anderen

Der Taschenbücherbrief im Juli mit allerhand Highlights ist da! Es war einer der Erfolgsromane des vergangenen Jahres: Wolf Haas' literarisches Vexierspiel "Wackelkontakt", in dem ein Künstler namens Escher beim Warten auf einen Elektriker ein Buch über einen Mafiosi liest, während zugleich ein Mafiosi ein Buch über einen Künstler liest, der auf einen Elektriker wartet. Klingt kompliziert? Keineswegs, versichern die KritikerInnen einstimmig: Einen Riesenspaß, verspricht die FR, ein geniales Puzzle empfiehlt die Welt und die NZZ warnt vor: Harmlos ist hier gar nichts!An der Seite von Anne Weber durften wir bereits vor zwei Jahren in "Bannmeilen" die Banlieues von Paris durchqueren. Die Schriftstellerin, die seit 40 Jahren in Paris lebt, machte sich an der Seite des algerischstämmigen Filmemachers Thierry auf den Weg, blickte auf Sozialbauten und erzählt von Konfrontationen zwischen deren Bewohnern und er Polizei, ergänzt von Reflexionen, Dialogen und Erfahrungen der beiden Flaneure. Das ist weit entfernt von "Elendstourismus", verspricht die SZ, die Weber auch nie herablassend empfindet. Stattdessen besticht das Buch durch sanfte Ironie und scharfe Beobachtungen, findet die taz.Ins Rom des 17. Jahrhunderts entführt uns Melania Mazzucco, die sich in "Die Villa der Architektin" auf die Spuren von Plautilla Bricci begeben hat. Bricci war die erste römische Architektin, sie entwarf etwa die Villa "Il Vascello" - und doch blieb sie unbekannt. Dabei führte sie durchaus ein beeindruckendes Leben, von dem wir dank der akribischen Recherche Mazzuccos lesen dürfen. Mehr noch: Geschrieben ist das Werk "leichthändig und mit epischer Kraft", verspricht die SZ.Die KritikerInnen konnten es vor zwei Jahren kaum fassen, dass vor Uwe Wittstock niemand auf die Idee kam, über die Flucht verfolgter deutscher Exilanten aus "Marseille 1940" zu schreiben. Dabei waren darunter berühmte Intellektuelle wie Hannah Arendt, Lion Feuchtwanger oder Anna Seghers, die mit Hilfe des amerikanischen Journalisten Varian Fry nach Hitlers Sieg über Frankreich zu fliehen versuchten. Wie Wittstock davon anhand von Erinnerungen, Tagebüchern und Briefen detailreich zu erzählen weiß, findet die FR so erschütternd wie berührend. So atemberaubend wie ein "historischer Thriller", urteilt die FAZ und die Zeit meint: Ein dringend notwendiges Buch und außerdem brandaktuell.