Nur auf den ersten Blick unspektakulär sind die in der Tat famosen Kriminalromane von Peter Grainger, so die begeisterte Rezensentin Sylvia Staude. Der erste, nun auf Deutsch vorliegende, Band einer Krimiserie Graingers, die in Nordirland spielt, dreht sich um einen Polizeifrischling namens Chris Waters, der gemeinsam mit dem alten Haudegen DC Smith die Ermittlungen aufnimmt, nachdem ein Mann ertrunken aufgefunden wurde. Ob der Tote Opfer eines Gewaltverbrechens war, ist keineswegs klar. Als klassisches "police procedural" ist das Buch weniger an aufregenden Wendungen interessiert, als an einer realistischen Darstellung von Polizeiarbeit. Und tatsächlich tritt Grainger, freut sich Staude, den Beweis an, dass auch ein solch unaufgeregter Ansatz in einem hochgradig spannenden Buch resultieren kann, das "weit mehr als Unterhaltungsliteratur" ist.