In diesem Band sind rund 60 Texte von Franz Hohler versammelt, in denen er die Menschen aus seinem literarischen Netzwerk porträtiert, erklärt Rezensent Philipp Ramer: Von 1970 an hat er mit und über Menschen wie Friedrich Dürrenmatt, aber auch Urs Wehrli geschrieben, in einer ganzen Reihe an verschiedenen Gattungen, von Festreden bis Gedichten. Was diese Texte so besonders macht, ist Ramer zufolge die persönliche Perspektive und die Zuwendung, die Hohler seinen Subjekten widmet, plastisch ist das, und nur selten zu ich-bezogen. Der Kritiker lobt die originelle Sichtweise des Autors, etwa, wenn er von der Abschiedsvorlesung Peter von Matts berichtet, bei der die Bronzeköpfe der Zürcher Universität plötzlich zu lebendigen Zuhörern werden. Nicht zuletzt gefällt ihm auch, wie sich Hohler für die Schweizer Mundart-Literatur einsetzt, schon das macht das Buch lesenswert, wie er schließt.