Wie im siebten Himmel fühlt sich Rezensentin Judith von Sternburg mit Wolf Haas' neuem Roman "Wackelkontakt", der für sie in gewisser Weise aus zwei Bücher besteht - mindestens. Denn einerseits lernen wir laut Sternburg Franz Escher kennen, einen Mann, der einen Elektriker erwartet und währenddessen ein Buch über einen Mafia-Kronzeugen liest; und andererseits einen Mafia-Kronzeugen, der ein Buch über den auf den Elektriker wartenden Franz Escher liest. Das ist gleichermaßen simpel und komplex, genau wie die absurden M.C.-Escher-Zeichnungen, die hier natürlich nicht umsonst im Namen einer der Hauptfiguren aufgerufen werden, so die Rezensentin. Die Rezenzensetin denkt, sie habe den Dreh schnell raus in diesem Haas-Roman, aber das täuscht, lernt sie, der Autor baut immer neue sprechende Details in sein Vexierbild ein, daneben tauchen noch höchst lebendige weitere Figuren auf, etwa eine Doktorandin, die sich über wieder ein anderes Buch ärgert, das Franz Escher einst geschrieben hat. Insgesamt ein genialer Spaß, so Sternburgs enthusiastisches Fazit.