Fast "nonchalant" beginnt dieser Roman von Susanne Gregor, befindet Rezensent Jan Wiele, bevor es dann in "lyrischer Verdichtung" und "zynischer Zuspitzung" weitergeht: Ein junges österreichisches Paar, Fotograf und Architektin, hat sich ein ziemliches Traumleben eingerichtet, in dem Klaras demente Mutter zunehmend stört. Sie will nicht ins Heim, also wird eine Betreuerin aus der Slowakei engagiert, die dafür ihre beiden Kinder bei ihrer Schwiegermutter zurücklassen muss, erklärt Wiele, dem gefällt, wie entlarvend und manchmal bissig Gregor davon schreibt, wie herablassend und verachtend die Betreuerin Paulina behandelt wird - ihre Arbeitgeber lassen sie nicht einmal nach Hause zu ihrem Sohn, als der sich die Nase bricht. Manchmal sind die Ereignisse vorhersehbar, räumt der Kritiker ein, dennoch findet er den Roman sehr lesenswert.