Rezensentin Laura Helena Wurth freut sich darüber, in diesem Buch das Römische Reich einmal von einer anderen Seite präsentiert zu kommen. Es geht bei Emma Southon nämlich nicht, erfahren wir, um Feldherren und bahnbrechende Erfindungen, sondern um die Lebensläufe von 20 Frauen, die die Autorin akribisch aus allerlei Quellen zusammengetragen hat. Als Beispiele, um die es im Buch geht, nennt Wurth unter anderem Hersilea, die erste Römerin, die als solche anerkannt wurde, oder auch Iulia Felix, die vermutlich weitaus mehr Einfluss in der Geschäftswelt hatte, als das römischen Frauen in der Geschichtswissenschaft für Gewöhnlich zugestanden wird. Insgesamt zeigen die präsentierten Lebensläufe der Kritikerin, dass Frauen im alten Rom nicht immer so unselbstständig waren, wie man gemeinhin denkt. Auch mit Blick auf eine kommende Historisierung unserer eigenen Gegenwart ist das eine tolle Akzentverschiebung, findet die Rezensentin.