Eine Schauspieler-Biografie muss gar nicht so tief ins Privatleben eintauchen, um lesenswert zu sein, hält Rezensentin Maria Wiesner zu Al Pacinos Memoiren fest, in denen er nur der Kindheit zwischen Suizidversuch der Mutter, Schüchternheit und ersten Gehversuchen am Theater etwas Raum lässt und sich ansonsten auf seine Karriere konzentriert. Chronologisch ergibt sich für Wiesner anhand der großen Filme wie "Der Pate" ein Bild vom Selbstverständnis Pacinos, das nicht nur sein Talent als Schauspieler umfasst, sondern auch das miese Händchen für Finanzen, das einige weniger gute, aus Geldnot angenommene Rollen bedingt hat. Aber auch über die "Ausführlichkeit seiner Shakespeare-Liebe" lässt sich einiges erfahren - ein Buch, das an manchen Stellen eitel, aber unbedingt ehrlich ist, resümiert die Kritikerin.