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Neue Taschenbücher im Juli 2025 Mit Empfehlungen zu Sherko Fatah, Iris Wolff, Florian Illies und vielen anderen

Taschenbücher passen auch ins Handgepäck - und wir haben die besten Reisegefährten für Sie: Iris Wolff natürlich, die mit ihrem Roman "Lichtungen" auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2024 stand und die die KritikerInnen reihenweise verzaubert hat. Wolff blickt einmal mehr zurück auf rumänische Geschichte, anhand der Liebesgeschichte von Lev und Kato, die sich seit Kindheitstagen kennen und sich nach der rumänischen Revolution 1989 wiederfinden. Der Clou der Erzählung: Wolff rollt die Geschichte von hinten auf. Ein "unprätentiöses" Buch über eine große Leidenschaft, durchzogen vom "Sprachzauber einer polyglotten Welt", lobte die FAZ; einen Roman in "sanften Molltönen" las die taz. Und die FR bewunderte, wie die Autorin Politisches in ihrem geschickt konstruierten Roman nur nebenbei einflicht. Viel gelobt wurde auch Teju Coles Roman "Tremor", in dem der amerikanisch-nigerianische Autor uns an der Seite des Fotografie-Professors Tunde durch New York flanieren lässt. Das eigentliche Thema ist aber dessen Heimat Lagos: Tunde erzählt von Kindheitserinnerungen, sinniert über die Kolonialgeschichte Nigerias, über Provenienzforschung, aber auch über Caravaggio, Shakespeare, Bach oder Laura Bush. Als "intellektuelles Vergnügen", das die Sprache feiert, pries der Dlf den Roman, einen reichhaltigen Campusroman des offenen Herzens empfahl die FAZ und in ihrem Perlentaucher-Vorwort legte uns Angela Schader die Lektüre nahe. Zu wenig von der Kritik wahrgenommen, aber ein perfekter Wälzer für lange Strandtage scheint der Roman "Fannys Rache" des israelischen Autors Yaniv Iczkovits zu sein: Der preisgekrönte Sprachphilosoph nimmt uns mit auf einen rasanten Roadtrip durch das Russische Zarenreich im 19. Jahrhundert, wo seine ostjüdische Heldin Fanny sich auf eine katastrophenreiche Suche nach ihrem Schwager begibt. Die FAZ las eine geradezu magische Geschichte, prall gefüllt mit Mythologie: Dass die zentrale Geschichte noch durch eine Skizzierung des jüdischen Patriarchats und die Rekrutierung von Kindersoldaten im 19. Jahrhundert ergänzt wird, macht den Roman für sie noch spannender. Mit Philipp Felschs Habermas-Biografie "Der Philosoph", Nicole Hennebergs Gabriele-Tergit-Biografie "Zur Freundschaft begabt", Marcus Willatscheks Kant-Biografie "Die Revolution des Denkens" und Florian Illies' Caspar-David-Friedrich-Biografie "Zauber der Stille" liegen gleich vier gewichtige und hochgelobte Werke im Taschenbuch vor. Aber so einer illustren Schar wie Thomas Mann, Samuel Beckett und Walt Disney begegnen wir nur in Illies' Friedrich-Biografie: Lässig, leidenschaftlich, effektvoll und doch demütig nannte die Welt das entlang der Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft erzählte Buch und die SZ lag diesem "Wunderbuch" zu Füßen, weil der Autor sich auf so "raffinierte" wie gut informierte Weise dem dunklen Romantiker Caspar David Friedrich nähert und beiläufig die Chronologie mit enzyklopädischem Wissen aufbricht.