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Neue Taschenbücher im August 2025 Mit Empfehlungen zu Sigrid Nunez, Mieko Kawakami, Dagmar Leupold und David Graeber
Sommer, Sonne, Taschenbuch - hier die spannendsten Neuerscheinungen (im kleinen Format) im August: Hochgelobt, und zwar von allen KritikerInnen, wurde Sigrid Nunez Roman "Die Verletzlichen", in dem die Autorin ihre Erzählerin den ersten Lockdown in einer New Yorker Luxuswohnung verbringen lässt - samt frechem Papagei und einem geheimnisvollen jungen Mann. Die FR schwebte im Glück: Es sind nicht nur Nunez' Humor oder ihre pointierten Anekdoten, sondern auch ihre klugen Reflexionen über Pflanzen, Tiere und Literatur, die begeistern. Die japanische Schriftstellerin Mieko Kawakami ist längst auch im deutschsprachigen Raum keine Unbekannte mehr, gerade erst ist ihr jüngster Roman "Das gelbe Haus" erschienen. Mit "All die Liebenden der Nacht" lässt sich jetzt auch ein früher Roman Kawakamis im Taschenbuch entdecken: Wir begleiten die einsame Korrekturleserin Fuyuko, die mehr und mehr dem Alkohol verfällt - bis sie auf den Lehrer Mitsutsuka trifft. Eine poetische Liebes- und Lebensgeschichte las die FAZ und Dlf Kultur legte uns ein feines Buch, voll Klugheit und Sorgfalt ans Herz. Ein leiser Roman, der die Kritik durch seine "Zartheit" und genaue Beobachtungsgabe verzauberte, kam von Dagmar Leupold mit "Dagegen die Elefanten". Im Mittelpunkt steht der unscheinbare Herr Harald, Garderobier in einem Theater, dessen Leben sich schlagartig verändert, als er in einem nicht abgeholten Mantel eine Pistole findet. Die SZ bezauberte dieser Antiheld durch seine Schrullen und originellen Perspektiven auf den Alltag, die Leupold auf liebevolle Weise wiedergibt. Die FAZ staunte: Elegant, subtil, von feiner Ironie und abgründig zugleich. Weniger subtile Innerlichkeit als große Abenteuer und steile Thesen gab es im Buch des Historikers David Graeber. Der widmete sich nämlich den "Piraten", denn niemand anderes als diese legten den Grundstein für die heutige Demokratie, verkündete Graeber. Die Kritik versprach spannende Lektüre - und zwar jenseits aller Räuberromantik, wie die NZZ versicherte, die Graebers Buch als alternative Geschichte des Westens schätzte und seine Thesen durchaus für plausibel hielt.