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Neue Taschenbücher im August 2024 Mit Empfehlungen zu Dirk Oschmann, Gilda Sahebi, Judith Hermann und anderen
Lang ersehnt: Unsere Rubrik "Jetzt im Taschenbuch". Monatlich suchen wir nach viel besprochenen Büchern, die endlich im Taschenbuch erscheinen. Und auch der August hat viel zu bieten. Mit Blick auf die Wahlen in Thüringen und Sachsen hochaktuell: Der Germanist Dirk Oschmann sorgte letztes Jahr mit seinem Buch "Der Osten: eine westdeutsche Erfindung" für Wirbel. Von "erfrischend" über "unterkomplex" bis "maßlos übertrieben" - die Urteile gingen auseinander. Dass dem Osten allerdings vom Westen aus immer noch mit Vorurteilen und Hochnäsigkeit begegnet wird, können die meisten Kritiker dem Autor nicht absprechen. Überrascht und begeistert hat Fatima Daas' Debütroman "Die jüngste Tochter" über eine lesbische Muslima in der Pariser Banlieu: Dass die Autorin die inneren Widersprüche ihrer Protagonistin nicht auflöst, sondern den Leser damit konfrontiert beeindruckte nicht nur die Zeit. Hinzu kommt ein rasanter Sprachrhythmus, der die SZ gar an Rap erinnerte. Die iranische Journalistin Gilda Sahebi zeichnet in ihrem Buch "Unser Schwert ist die Liebe" ein ausführliches Bild der Revolution im Iran - erschütternd und bemerkenswert, urteilte unter anderem die FAZ. Gerne vertieften sich die Kritiker außerdem in Judith Hermanns Frankfurter Poetikvorlesungen, die im Band "Wir hätten uns alles gesagt" zum ersten Mal versammelt erscheinen. Dies alles und mehr in unseren Taschenbuch-Neuerscheinungen im August.