Anne Applebaum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2024
25. Juni 2024. Anne Applebaum erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. In ihren Büchern widmet sich die Pulitzer-Preisträgerin autokratischen Regimen und der Geschichte der Sowjet-Union: Die NZZ lobt die Mischung aus persönlichen Erfahrungen, historischem Weitblick und theoretischer Analyse, mit der sich Applebaum in "Die Verlockung des Autoritären" der Verschiebung des politischen Diskurses nach rechts widmet. Der FAZ wird bei dieser schonungslosen Analyse angst und bange. In "Roter Hunger" schreibt Applebaum über den Holodomor und zeigt der NZZ, dass sich der gegenwärtige Ukraine-Krieg nicht ohne diese Vorgeschichte verstehen lässt. Die SZ ist beeindruckt von der erzählerischen Kraft, mit der Applebaum die Ereignisse darstellt, die gewaltsame Kollektivierung der Landwirtschaft, die Deportation der Kulaken, der Zerschlagung des Widerstands und schließlich Stalins Generalangriff auf die ukrainische Kultur. In "Der Eiserne Vorhang" untersucht Applebaum die Anfangsjahre des Stalinismus bis zur Niederschlagung des ungarischen Aufstands 1956 und schließt damit eine klaffende Lücke, wie die Zeit feststellt. Eine umfassende Analyse der sowjetischen Arbeitslager legt sie mit "Der Gulag" vor - auch hier waren die Kritiker schwer beeindruckt. Im Oktober erscheint der neue Band "Die Achse der Autokraten", in denen sich Applebaum den Diktatoren dieser Welt widmet (die englische Version können Sie bei uns ab Juli bestellen).