Rasende Ohnmacht
Soziofiktionen des Neoliberalismus in Film und Literatur
- Transcript Verlag
- 2025
- Taschenbuch
- 264 Seiten
- ISBN 9783837670967
Herausgeber: Daniel Graziadei / Lars Schneider
Die Gesellschaftsdiagnosen zeitgenössischer Autorinnen erscheinen eigenartig ausweglos. Dies zeugt weder von Indifferenz, noch von Sehnsucht nach einer besseren Vergangenheit. Die Rat- und Orientierungslosigkeit, so die These, steht im Zusammenhang mit der Langlebigkeit der neoliberalen Ordnungen, die nach dem Mauerfall – dem »Ende der Geschichte« – als alternativlos empfunden werden. Die Annahme, dass es nichts Neues mehr gäbe, führt zu einer Aushöhlung der »gesellschaftlichen Vorstellungskraft« und schließlich zu einem Gefühl der »reflexiven Ohnmacht«. Die Beiträgerinnen zeigen, wie sich dieses zur rasenden Ohnmacht potenzierte Phänomen formal und inhaltlich in Literatur und Film manifestiert.
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