Für Peter Körte ist Gianfranco Calligarichs Roman auch nach fast 50 Jahren eine Art Nabelschnur ins Rom der 1970er Jahre. Dass der Autor nicht so opulent wie Fellini vom süßen Leben der römischen Boheme und von verliebten Strandbesuchen in Ostia erzählt, sondern lakonisch, elegant, in glänzend beobachteten Szenen, hält er für einen Segen. So konnte das Buch gut altern, ahnt er. Die Geschichte eines leidlich über die Runden kommenden, unglücklich liebenden Journalisten und Schriftstellers hat für Körte einen ganz eigenen Sound. Man wünscht sie sich als Film, hat aber zugleich Angst davor, ein "falscher" Regisseur könnte sie ruinieren, meint er.