Ganz großes Vergnügen hat dem Rezensenten Jakob Strobel Y Serra die Lektüre dieser Autobiografie des bodenständigen Sternekochs Vincent Klink bereitet. Umso erstaunlicher findet er das, als im Leben Klinks wirklich überhaupt nichts weiter Spektakuläres passiert ist. Die Laufbahn ist gerade, führt aus gutem Elternhaus in gute Küche, also, genauer gesagt, in die von Kling betriebene Stuttgarter "Wielandshöhe". Gelungen ist das Buch, so Strobel y Serra, aus einem recht einfachen Grund: Vincent Klink kann schreiben, er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und präsentiert sich nicht als Zentrum, sondern eher als "staunender Beobachter" des eigenen Lebens. Und wenn er fertig erzählt hat, dann bleibt, freut sich der Rezensent, das Ende naturgemäß offen, weil das Leben des Kochs ja noch weitergeht.