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Önder, Yade Yasemin. Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron - Roman. Kiepenheuer & Witsch GmbH, 2022.

Yade Yasemin Önder

Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron

Roman
  • Kiepenheuer und Witsch Verlag
  • 2022
  • 249 Seiten
  • ISBN 9783462001563
Im Jahr nach Tschernobyl wird die Ich-Erzählerin geboren, irgendwo in der Westdeutschen Provinz, als "Mischling aus meiner Mutter und meinem Vater", wie es heißt. Doch die intakte Kernfamilie währt nicht lange: Der türkische Vater (so übergewichtig, dass man "fast nichts mit ihm machen kann, was mit Schwerkraft zu tun hat") stirbt. Alleingelassen ergeben Tochter und Mutter eine toxische Mischung. Der Roman erzählt, wie ein Mädchen hinausfindet aus einer beschädigten Familienaufstellung hinein in eine düster-funkelnde BRD. Er erzählt von einem Großvater mit Loch im Hals, von Sommern in Istanbul, die nach zu heißen Elektrogeräten riechen und nach Anis; von Dingen und Menschen, die auf Nimmerwiedersehen aus dem Fenster fliegen. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich immer wieder verliert und wiederfindet, auseinanderfällt
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und neu zusammensetzt. Bei alldem bleibt der Vater ein Wiedergänger, der deutlich macht: Auch jemand, der fehlt, kann zu viel sein. Önders Debüt ist ein Roman über den Körper, über Fremdheit und Ankommen, über Identität und Differenz.

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