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Neue Taschenbücher im Oktober 2024 Mit Empfehlungen zu Dana Vowinckel, Tarjei Vesaas, Virginie Despentes, Howard W. French und anderen
Lang ersehnt: Unsere Rubrik "Jetzt im Taschenbuch". Monatlich suchen wir nach viel besprochenen Büchern, die endlich im Taschenbuch erscheinen. Und auch der Oktober hat viel zu bieten: Etwa mit Dana Vowinckel, die im vergangenen Jahr in "Gewässer im Ziplock" die Geschichte einer zerrissenen deutsch-jüdischen Familie erzählte - und ganz nebenbei einen Blick auf "deutsches Gedächtnistheater" warf: Einen so "aktuellen wie nötigen" Roman, der jüdisches Leben in Deutschland treffend darstellt, empfahl uns die taz, den Vergleich mit großen amerikanischen Familienepen muss Vowinckel nicht scheuen, versicherte die SZ. Eine der bedeutendsten Wiederentdeckungen des Guggolz-Verlags war sicher der norwegische Schriftsteller Tarjei Vesaas, dessen vor rund achtzig Jahre erschienene Romane die Feuilletons heute feiern. Nach "Das Eis-Schloss" und "Die Vögel" liegt nun Vesaas' unvollendeter Text "Der Keim" im Taschenbuch vor, eine Geschichte um einen Mord in einer verschworenen Inselgemeinschaft. "Magnetisch und meisterhaft" fand ihn die NZZ. Ein bisschen neugierig waren wir doch alle, was Benjamin von Stuckrad-Barre über den #MeToo-Fall aus dem Hause Springer zu berichten hatte. Ganz diskret können wir jetzt im Taschenbuch nachlesen, was viele Kritikerinnen so ärgerte: Welt, Zeit und Dlf rügten, Stuckrad-Barre schiebe den Kampf um Frauenrechte nur vor, um mal wieder nur über Männer zu schreiben. Aber selbst die Springer-Zeitung Welt attestierte dem Roman literarische Brillanz, und die FAS jubelte gar: "Das Beste, was man derzeit lesen kann." Ein wichtiges Sachbuch gilt es mit Howard W. Frenchs Globalgeschichte Afrikas zu annoncieren: Unter Berücksichtigung neuster Forschungsergebnisse zeichnet der amerikanische Journalist nach, wie sehr Afrika die moderne Entwicklung und den Kapitalismus geprägt hat: Eine überfällige Korrektur der Geschichtsschreibung, lobt die taz ans Herz, als ein Buch, mit dem Potenzial, unseren Blick auf die Weltgeschichte grundsätzlich zu verändern, empfahl es Dlf Kultur - und die Zeit las gar ein "Meisterwerk".