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Neue Taschenbücher im Dezember 2024 Mit Empfehlungen zu Terézia Mora, Helga Schubert, Ian McEwan und Hanjo Kesting
Nur noch vier Tage bis Weihnachten! Und wer jetzt noch nicht alle Geschenke zusammen hat, wird sicher bei unseren Taschenbüchern des Monats fündig, die auch unter einen kleinen Baum passen. Unbedingt zu empfehlen ist Terézia Moras Roman "Muna oder die Hälfte des Lebens", der uns die Geschichte von Muna erzählt, die wir von den letzten Jahren der DDR bis in die Nachwendezeit begleiten, während sie immer weiter in eine gewalttätige Abhängigkeitsbeziehung mit dem Fotografen Magnus rutscht. Ein literarisches "Wunder", empfahl uns die Welt, während die SZ staunte, wie Mora in ihrer "genial präzisen Erzählkunst" toxische Männlichkeit und Machtgefälle schilderte, ohne dabei je plakativ zu erscheinen. Auch die Zeit erging sich in Superlativen: Einmal mehr bewies Mora, dass ihr kaum jemand in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur das Wasser reichen kann, schwärmte sie. Um eine Beziehung ganz anderer Art geht es in der autobiografischen Erzählung "Der heutige Tag" von Helga Schubert, in der sie den Alltag mit ihrem an Demenz erkrankten Mann schildert. Die SZ kann nur staunen über die Zuversicht und das Glücksgefühl, das trotz des harten Pflegealltags aus den Zeilen spricht, während die FAZ die schonungs- und furchtlose Offenheit beeindruckt, mit der Schubert eine Sphäre schildert, die der Literatur sonst oft verborgen bleibt. Bereits 2022 erschien "Lektionen", der jüngste Roman von Ian McEwan, der nun im Taschenbuch vorliegt und die KritikerInnen nach einigen Enttäuschungen des Briten wieder überzeugen konnte: Einem echten "Jedermann" folgt die taz hier auf einer literarischen Lebensreise - und empfahl einen großen realistischen Roman über scheiternde und triumphierende Künstler, der mit "tolstoihaft zahlreichen Nebenfiguren" auftrumpft. Erinnerungen an Nabokov und Thomas Mann wurden bei der taz außerdem wach, während uns die SZ ein mehrschichtiges Generationenporträt ans Herz legte. Das Thomas-Mann-Jahr läuten wir ein mit Hanjo Kestings Band "Glanz und Qual": Der Mann-Kenner Kesting widmet sich in zwölf Essays sechs Werken des Literaturnobelpreisträgers und bindet dabei sechs biografische Skizzen ein. Die KritikerInnen applaudieren: Der SZ macht dieses Buch der "hochinformativen Liebe" nicht nur sofort Lust, Mann wieder zu lesen, sie verdankt Kesting auch einen frischen Blick auf weniger bekannte Erzählungen Manns.