Wenn Eltern alt werden

21. November 2024. Als Kind kann man sich weder vorstellen, dass die Eltern einmal Kinder waren, noch, dass sie eines Tages sterben werden. Doch je älter man selbst wird, desto dringlicher stellt sich die Frage, was passiert, wenn die Eltern alt werden und die Rollen vielleicht einmal getauscht werden müssen - oder, wie man irgendwann den Abschied bewältigen kann. Auch die Literatur spiegelt wider, wie sehr uns die eigenen Eltern beschäftigen, auch (oder gerade), wenn sie nicht mehr da sind: Volker Kitz begleitet in einem persönlichen Essay seinen an Demenz erkrankten Vater. José Henrique Bortoluci zeichnet in "Was von meinem Vater bleibt" das komplexe Porträt eines einfachen Mannes. Marlen Hobrack sichtet in "Erbgut" die Dinge ihrer verstorbenen Mutter. Didier Eribon verabschiedet sich mit "Eine Arbeiterin" von der seinen. Auch Hannes Ringlstetter sucht in "Ein Steinpilz für die Ewigkeit" nach einem Umgang mit der Vergänglichkeit. Und Cigdem Akyol geht in "Geliebte Mutter" auf die Suche nach dem Unglück ihrer Eltern.