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Cookie akzeptierenKurz und gut Kurzgeschichten und Erzählungen
20. Juni 2024. Der Roman wird immer mehr zum "Parkplatz für langweiligen Identitätskitsch", ärgerte sich kürzlich die FAZ und empfahl zu Kurzgeschichten- und Erzählungsbänden zu greifen. Dem schließen wir uns sehr gerne an und präsentierten Ihnen Highlights aus dem Bücher-Frühjahr, aber auch ein paar Evergreens. Enthusiastisch besprochen wurde Sasa Stanisics neuer Erzählband "Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne": Die SZ schwärmt von diesem abwechslungsreichen und sehr menschlichen Buch, in dem der Autor von den Träumen vierer Migrantenkinder in Deutschland erzählt, die FR ist begeistert von dessen Witz und literarischer Courage. Dass T.C. Boyle ein Meister der kurzen Form ist, wissen die Kritiker schon lange - mit seinem Band "Walk between the raindrops" beweist er es ihnen aufs Neue: Die FR liest hier treffende und literarisch ansprechende "Zeitgeschichten" über den amerikanischen Alltag, aber auch über sprechende Drohnenautos und Naturzerstörung. Dabei lässt Boyle immer wieder alltägliche, harmlose Situationen herrlich eskalieren, freut sich auch der Dlf. Durchweg gut wurden auch George Saunders "Tag der Befreiung" besprochen: Die NZZ ist fasziniert, wie kunstvoll hier das Grauen gesponnen wird. "Düster, aber erhellend", urteilt die FR. Großen Respekt inspirierte den Kritikern auch Natascha Wodins "Der Fluss und das Meer": ein Buch, das viel von Trauer handelt, aber Dlf Kultur trotzdem sehr glücklich macht.