Werner Bührer sieht in dem von Irina Scherbakowa und der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegebenen Band über den Alltag der "Ostarbeiter" in Nazi-Deutschland ein würdiges Denkmal. Die versammelten Dokumente, Briefe, Fotos und Interviews von 126 Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen geben Bührer ein "ergreifendes" Bild von der Situation und den Ängsten der Menschen. Arbeitsarten, -zeiten und -bedingungen legt der Band offen, berichtet über Misshandlungen und Widerstand, Selbstverstümmelung und Flucht, so der Rezensent. Eine wichtige Rückschau auf das Schicksal der Opfer gleich zweier Diktaturen, meint Bührer.