Friedrich Maier
Antike
- Idea Verlag GmbH
- 2024
- Taschenbuch
- 164 Seiten
- ISBN 9783988860194
Die Philosophie ist wohl die größte Leistung des antikgriechischen Geistes. Der Forschungsdrang und Rätsellösungstrieb der Griechen in der Frühzeit förderte Erkenntnisse zutage, die das Menschen- und Weltbild des überkommenen Mythos veränderten und zu Wissenschaften über die Natur Anstoß gaben mit Folgen bis in die Gegenwart. Doch die »Physikoi«, die Naturforscher, die durch Ablehnung der olympischen Götter den Menschen die Sicherheit des Glaubens und den Städten die Grundlage ihres religiösen Kultes zu zerstören begannen, stießen auf Widerstand.
Die erste und herausragende Gestalt dieses Widerstands war Sokrates, »der Urknall aller späteren Philosophie«. Er hat mit der ganzen Kraft seiner Überzeugung den Menschen in das Zentrum allen Forschens gerückt
Die Frage, was den Menschen zum Menschen macht, führte diese Philosophen zu Ergebnissen von weittragender Bedeutung, etwa: den Monotheismus, den Philosophenstaat, die Entdeckung des Gewissens, die Kardinaltugenden, den Kosmopolitismus, die Grundlegung der Menschenrechte und die Anerkennung der Würde jedes einzelnen Menschen. Die Nähe des Menschenbildes der Stoa und des frühen Christentums hat der Philosophie als »der Königin aller Wissenschaften« den Weg in das Mittelalter und bis in die unmittelbare Gegenwart eröffnet. Im vorliegenden Buch ist diese gewaltige Fülle an philosophischem Stoff kompakt auf einen lesbaren Umfang gebracht. Dadurch sollte einsichtig werden, welche Ressourcen der Sinnstiftung in der Philosophie liegen, wie sehr man aber in ihr auch den Gegenpol, gewissermaßen die ethische Barriere zum technologischen Fortschritt erkennen kann, zumal zur Digitalisierung, Robotik und KIForschung.
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