- Nomos Verlags GmbH
- 2025
- Taschenbuch
- 643 Seiten
- ISBN 9783988580924
Schillers und Adornos ästhetische Positionen wirken zunächst unvereinbar: Schiller will mit Kunst Freiheit bezeugen, Adorno Unfreiheit. Vor dem Hintergrund der Katastrophen des 20. Jahrhunderts erscheint Adorno Schillers Ideal unhaltbar. Doch Adornos Ablehnung beruht teils auf überholten Vorurteilen. Die Arbeit weist nach, dass Schillers anthropologisch dimensionierte Ästhetik, die auf die Einheit des „ganzen Menschen“ zielt, an der Krise der Repräsentation scheitert – ein Scheitern, das Adorno unter materialistischen Vorzeichen wieder produktiv zu machen versucht. Adornos Philosophie hält trotz ihrer Verweigerungshaltung positiver Anthropologie gegenüber an der Schiller’schen Frage nach dem Menschen in „voller Bedeutung des Worts“ negativ fest.
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