Nicht nur ein "warmherziger" Roman, sondern auch eine kunstfertige "Verbeugung vor den Frauen dieser Welt" ist Rafik Schami hier gelungen, freut sich Rezensentin Andrea Gerk. Der eine ist der Syrer Said Mardini, der in Deutschland lebt, und eines Tages auf seinen Landsmann und "Kosmopoliten" Naim Suri trifft, der ihm seine Lebensgeschichte, und vor allem von den Frauen erzählt, die diese prägten. Jeden Tag schildert Suri das Schicksal einer anderen Frau, lesen wir: Da ist einmal seine "kluge, freigeistige Mutter Elisabeth", seine Cousine, die von ihrem Ehemann aus Eifersucht erschossen wird oder auch die Vermieterin Hanan, die im Länderdreieck Syrien-Jordanien-Israel lebt. Das alles ist höchst "lebendig" erzählt, schwärmt die Kritikerin, und natürlich schafft es Schami auch auf wie immer souveräne Weise, dieses Mosaik an Geschichten zu einem harmonischen Ganzen zusammenfließen zu lassen. Ein berührendes Figuren-Porträt und gleichzeitig eine Absage ans Patriarchat, lobt die Kritikerin.