Rezensentin Christine Knödler ist froh, dass Anna Maria Praßler das in der (Kinder-)Literatur unterrepräsentierte Thema Frauenhäuser aufgreift und so behutsam wie literarisch wertvoll zu einem gelungenen Kinderbuch macht: Die Protagonistin Jagoda wird bald zehn, sie würde ihren Geburtstag gerne feiern, das gestaltet sich allerdings schwierig, da sie mit ihrer Mutter im Frauenhaus lebt. Jagoda ist ziemlich resilient und weiß sich auf kreative Art und Weise selbst zu helfen, sie schreibt viel und gewinnt mit Mia aus ihrer Klasse und Putzi neue Freundinnen, erfahren wir. Die Schicksale der Frauen und Kinder scheinen immer wieder durch, aber Praßler sorgt dafür, dass ihre Protagonistin trotzdem einen schönen Geburtstag erleben und sich in der Gemeinschaft wohlfühlen kann, schließt Knödler zufrieden.