Das Anti-Berlin-Buch aller Anti-Berlin-Bücher hat Björn Kuhligk geschrieben, freut sich Rezensent Ralf Bönt. Gelungen ist das seiner Ansicht nach vor allem, weil Kuhligk selbst in der Stadt lebt, über die er schreibt. Kuhligk schimpft also aus Herzenslust, erfahren wir, über eine Stadt, die bessere Architektur nicht einmal mehr als Wunsch kennt, in der es trotz vieler Künstler keine Kunst, trotz viel Haltung keine Politik, dafür aber jede Menge Hundekot gibt. Wer nicht in Berlin wohnt, wird sich von der Lektüre bestätigt fühlen, so der Rezensent, und doch ist das auch ein Buch über Menschen, die in ihrer eigenen Misere das Glück gefunden haben, erkennt er.