- Boer
- 2021
- Gebunden
- 212 Seiten
- ISBN 9783966622066
Für Bruno ist die Welt als Ganzes keine zeitlich begonnene, sondern eine urewige Schöpfung Gottes; sie ist Gott, wie er erscheint, zwar nicht als der eine, einfache, sondern als der einheitliche in seiner unendlichen Unterschiedlichkeit. »Nur im Glauben der Einsichtslosen bilden Gott und die Natur einen Gegensatz.« Wenn es nun Sache der Religion ist, den Einen, Überweltlichen, Unerkennbaren zu verehren, so ist es Sache der Philosophie, den in seiner unendlichen Erscheinungswelt Immanenten nachzuweisen, aus der »Ursache, dem Anfang und dem Einen« entweder (deduktiv) die Wirklichkeit der Daseinsunterschiede zu begreifen oder von den Unterschieden der Welt, den Einzelheiten ausgehend, (induktiv) zum Ganzen, zur »Ursache, Anfang und Einem«
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