Hartewig, Karin. Der Stil des Hauses - Keks, Kunst und Kultur bei Bahlsen. Leipziger Universitätsvlg, 2024.

Karin Hartewig

Der Stil des Hauses

Keks, Kunst und Kultur bei Bahlsen
  • Leipziger Universitätsvlg
  • 2024
  • Taschenbuch
  • 503 Seiten
  • ISBN 9783960235590
Alles begann mit einem Gebäckstück. Es hatte eine charakteristische Form, einen gelehrten deutschen Namen, eine unaussprechliche englische Bezeichnung und es war von französischer Abstammung: Die Rede ist vom "Leibniz Cakes" - die Zeitgenossen sagten zunächst [kakes] - mit seinen 52 Zähnen, links des Rheins bekannt als "petit beurre", weil nur ,gute Butter' verwendet wurde. Wie schaffte es der Butterkeks aus Hannover in die Liga der erfolgreichen Markenprodukte und warum wurde er zu einem Dauerläufer durch die Jahrzehnte? Warum gelang der Keksfabrik, die Hermann Bahlsen 1889 gegründet hatte, mit ihrem Sortiment an süßen und salzigen Keksen, Biskuits und Waffeln und ihren frühen Convenience-Produkten im Wirtschaftswunder des Kaiserreichs und den
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neuen Gewohnheiten der jungen Industrie- und Freizeitgesellschaft eine Punktlandung? Und was hatten neue Verpackungen und die Idee der "totalen Reklame" mit dem Erfolg zu tun? Am Ende stellt sich die Frage nach einer geschichtspolitischen Wende im Kalten Krieg. Warum wurde die Unternehmensgeschichte der frühen 1960er Jahre, die auf das journalistische Prinzip der Vergegenwärtigung setzte, nur wenig später in eine "Meistererzählung" umgeformt, die der "jüngsten" Vergangenheit auswich?

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