Textprozeduren in Spannungsfeldern
- Stauffenburg Verlag
- 2025
- Taschenbuch
- 268 Seiten
- ISBN 9783958091733
Texte entstehen einerseits in je individuell problemlösenden Formulierungsprozessen, andererseits sind sie situationsentbundene, sprachlich objektivierte Produkte. Wie diese beiden Seiten miteinander verbunden sind, ist eine Grundfrage der Textlinguistik (z. B. Quaestio-Ansatz, RST, Dynamische Texttheorie) und von hoher Relevanz für didaktische Fragen. Zwischen Prozess- und Produktperspektive vermittelt das Konzept der "Textprozedur". Prozeduren sind die sprachlich stabilen Komponenten textbildender Handlungen. Texthandlungstypen wie Argumentieren, Beschreiben, Erklären, Interpretieren sind ihrerseits aus routinehaft prozeduralisierten Handlungsschemata zusammengesetzt, beim Argumentieren etwa das Positionieren über einen Ausdruck wie "meiner Meinung nach" oder das Konzedieren und Abwägen über Ausdrücke wie "einerseits ... andererseits" oder "zwar ... aber". Typisierte Ausdrucksmuster indizieren solche Handlungsschemata, geben aber auch Hinweise auf deren sequentielle Verortung im Text
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