- Neofelis Verlag GmbH
- 2024
- Taschenbuch
- 370 Seiten
- ISBN 9783958084483
Was ist Zeit, wenn sie nicht linear, progressiv und synchron verläuft? Angesichts gegenwärtiger und vergangener Krisen ist das Modell der einen Zeit vielfach in die Kritik geraten. Insbesondere in den szenischen Künsten findet in den letzten Jahren eine rege Auseinandersetzung damit statt, wie sehr Zeit als Ressource, (koloniale) Infrastruktur und gelebte Erfahrung historische und gegenwärtige Herrschaftsverhältnisse strukturiert, aber eben auch, welche anderen Zeitlichkeitsentwürfe dem entgegengesetzt werden können. Im Spannungsfeld von Philosophie, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft geht Julia Schade den historischen und gegenwärtigen Implikationen dessen nach, was in der westlichen Moderne als ,Zeit' definiert und was davon ausgeschlossen wird. Im Fokus stehen dabei eben jene widerständigen Zeitlichkeiten in Theorie, Performance und Kunst, die sich der Vorstellung einer homogen messbaren Zeit nicht fügen. Durch ihre Methode eines ,Denkens im Material' zeigt die Autorin, wie in Arbeiten des südafrikanischen Künstlers William Kentridge, des libanesischen Theatermachers
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