Eine tolle Perspektive auf den menschlichen Körper entwirft dieses Buch laut Rezensentin Susanne Billig. Die Medizinerin Giulia Enders beschreibt diverse körperliche Prozesse unter dem Vorzeichen der Zusammenarbeit, so Billig. Auf Kriegsmetaphern und Ähnliches verzichtet Enders hier völlig, vielmehr stellt sie die Arbeit zum Beispiel der Lunge oder auch Themen wie Wundheilung in einer Weise dar, die das Weiche und Kooperative an Körperlichkeit herausstellen. Enders zielt dabei nicht nur auf biologische Fragen ab, sondern zeigt, wie organische Prozesse als Vorbild für ein bessseres Zusammenleben im gesamtgesellschaftlichen Bereich fungieren können. Insgesamt fügt sich das zu einem Plädoyer dafür, den Menschen nicht als eine Maschine zu betrachten, sondern ihn in seiner Abhängigkeit von der Natur zu verstehen - die Rezensentin findet diese Perspektive super.