Julia Meyer
"Zwei Seelen wohnen, ach, in mir zur Miete"
- Thelem Universitätsverlag
- 2018
- Gebunden
- 444 Seiten
- ISBN 9783945363645
Mascha Kaléko (1907-1975) gilt heute wieder als eine der beliebtesten deutschsprachigen Dichterinnen, nachdem sie lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Obwohl sich ihre Gedichtbände in hohen Auflagen verkaufen, fehlt eine zeitgemäße literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Gesamtwerk, dessen drei Wirkungsorte Berlin, New York und Jerusalem die durch Flucht und Vertreibung erzeugte Zerrissenheit der jüdischen Dichterin widerspiegeln. Die bis heute von der Kritik als »Tochter Tucholskys«, »Schwester von Ringelnatz« und »Weiblicher Kästner« bezeichnete Mascha Kaléko vertrat zwar stets ihre literarische Eigenständigkeit, versäumte es jedoch als an der Berliner Reimann-Schule ausgebildete Werbetexterin nicht, die Vergleiche mit den männlichen Erfolgsautoren als Marke innerhalb der Aufmerksamkeitsökonomie für sich zu nutzen. Kalékos
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