Hitler war süchtig nach Crystal Meth, ließ sich Eukadol spritzen und schnupfte Kokain, erfährt der rezensierende Historiker Jörg Baberowski in "Der totale Rausch", Norman Ohlers Buch über Drogen im Dritten Reich. Meth hieß damals noch Pervitin und sollte die Soldaten an der Front wach und euphorisch halten, erklärt der Rezensent, Hitler halfen die Mittelchen, die von seinem Leibarzt Theodor Morell verabreicht und sorgfältig dokumentiert wurden, gegen Niedergeschlagenheit und Angstzustände - Ohler zufolge seien sie aber auch ein wesentlicher Grund für Hitlers Größenwahn gegen Kriegsende gewesen, verrät Baberowski. Leider wird Ohler in dem Maße unglaubwürdig, in dem er alles durch die Drogen erklären will, bedauert der Rezensent. Die aufgeworfenen Fragen findet Baberowski aber nichtsdestotrotz spannend.