Hingerissen ist Jakob Strobel Y Serra von dieser "Kulturgeschichte des Geschmacks", und er schwelgt begeistert in den Beiträgen, die die Geschichte des Essens von prähistorischen bis gegenwärtigen Zeiten präsentieren. Der Rezensent freut sich nicht nur an den Illustrationen, die die Beiträge mit Werken aus der Malerei, der Kalligraphie oder der Bildhauerei begleiten. Dass sich die überwiegend akademischen Autoren eines so "angenehm zu lesenden" Stils befleißigen, beglückt den Rezensenten ebenfalls, der sich ansonsten von der wechselseitigen Bedingtheit von kulturellem und kulinarischem Niveau, von dem die Einzelaufsätze zeugen, beeindruckt zeigt. Ansonsten zieht er noch das Fazit, dass wohl jede Nation die Küchenhelden bekommt, die sie "verdient", und er weist maliziös auf Julius Maggi, August Oetker und Carl Heinrich Knorr hin, denen er die französischen Kochlegenden Careme, Brillat-Savarin und Grimod de la Reyniere gegenüberstellt.