Oliver Fink sagt es mit vielen Worten: ein überflüssiges Buch. Nichts als ein weiterer Ausstoß der "gewaltigen MRR-Vermarktungs-Maschinerie". Jeder darf mal ran, und jetzt ist eben Uwe Wittstock an der Reihe, lästert Fink, dem Ex-Chef den Nacken zu kraulen. Nicht, dass keine aufschlussreiche Erzählung von Reich-Ranickis Leben möglich wäre - auch und vielleicht gerade seit der Autobiografie, meint Fink, gäbe es eine Menge zu hinterfragen. Stattdessen aber habe Wittstock die "Samthandschuhe" angezogen und es tunlichst vermieden, "heiße Eisen" - Historikerstreit, Fest, Walser, Bubis - anzufassen. Fazit: ein Geburtstagsständchen, das noch nicht einmal dem im vergangenen Jahr erschienenen - ebenfalls laschen - Buch von Thomas Anz etwas hinzuzufügen hat.