Jörg Schweigard
Eine neue Ästhetik des Lebens
- Schmetterling Verlag GmbH
- 2025
- Taschenbuch
- 328 Seiten
- ISBN 9783896571694
Stuttgart in den 1920er-Jahren: In einer Zeit tiefgreifender Umbrüche zeigt sich die Stadt als außergewöhnlicher Ort – geprägt von liberalem Geist, bürgerlichem Engagement und einem festen Glauben an Demokratie, Fortschritt und Mitgestaltung. Für kurze Zeit wird Stuttgart zum Zentrum deutscher Politik, zur Bühne für moderne Architektur und zum Symbol einer lebendigen Bürgergesellschaft. Es ist diese besondere Mischung aus Weltoffenheit, Freiheitsliebe und demokratischer Überzeugung, die das damalige Stuttgart so einzigartig macht – und deren Wirkung bis heute spürbar ist.
Während die junge Weimarer Republik vielerorts mit Unsicherheit und Radikalisierung ringt, entwickelt sich Stuttgart zu einem kulturellen und gesellschaftlichen Schmelztiegel. Trotz politischer Unruhen, sozialer Spannungen und wirtschaftlicher Krisen
Diese Zeit war geprägt von Energie, Ideen – und Gegensätzen: zwischen Inflation und wirtschaftlichem Aufschwung, zwischen Tanzsaal und politischem Umbruch, zwischen Avantgarde und Alltagskampf. Das Buch zeichnet anhand bewegender Lebensgeschichten herausragender Stuttgarter Persönlichkeiten ein vielschichtiges Porträt der Stadt in der Weimarer Republik – von den goldenen Jahren des Aufbruchs bis hin zur dunklen Vorahnung des heraufziehenden Nationalsozialismus. Die Lebensläufe zeigen eindrücklich, wie viel geistiges und moralisches Potenzial nach 1933 verloren ging – durch Exil, durch erzwungenes Schweigen oder durch Mord. Die Erfolge und Rückschläge, die Ambivalenz der damaligen Demokratie und ihrer Vertreter lehren uns, die Werte von Freiheit, Gleichheit und Teilhabe neu zu schätzen – und sie entschlossen zu verteidigen. Ein Buch voller Inspirationen aus einer bewegten Zeit – das zeigt, wie viel Kraft in einer engagierten Stadtgesellschaft steckt und wie wertvoll das demokratische Miteinander ist.
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