Sein Lebensthema, das ahnt der Rezensent, nimmt der Verfasser dieser Reiseberichte immer mit, egal, wohin die Reise geht. Dass Wolfgang Büschers Thema kein allzu seichtes ist, sondern mit dem urdeutschen, eher hurmorfreien Topos der Sehnsucht zu tun hat, stellt Hannes Hintermeier mit regelrechter Erleichterung fest. Wer so in die Welt, hier gen Asien, reist, um auf nepalesische Schamaninnen zu treffen oder über Oman eine gewalttätige Sonne aufgehen zu sehen, legt Hintermeier nahe, schafft es womöglich auch, der bloßen Exotik Vielschichtigeres abzugewinnen. Dass der Grat solchen Erzählens schmal ist und die "Chatwin-Liga" weit, weiß Hintermeier und sieht über gelegentliche bildsprachliche Verkrampfungen des Autors darum großzügig hinweg. Ansonsten nämlich herrscht "erzählerische Ökonomie" gepaart mit "grundsätzlicher Ernsthaftigkeit" plus Platz für "bloß Angedeutetes".