Sara Paretsky kennt Rezensentin Sylvia Staude als eine Autorin, die nicht davor zurückschreckt, die Schieflagen in den USA in ihren Krimis zu benennen: Dafür hat sie ihre Protagonistin Vic Warshawski erschaffen, die in diesem Band noch von einer vorhergegangenen Ermittlung traumatisiert ist. Hier muss sie nun das Verschwinden einer Sportlerin und den Mord an einer "nervigen Hobby-Historikerin" klären, bei dem sie selbst zur Verdächtigen wird, schildert Staude. Ihr gefällt, wie realistisch die Ermittlerin gestaltet ist, der eben nicht einfach die Lösung des Falls in den Schoß fällt, und mit welchem Humor Paretsky erzählt. Auch die eingezogene Ebene, die Rassismus in den USA thematisiert, überzeugt sie, wie sie schließt.