Rezensent Paul Jandl fühlt sich in Percival Everetts neuem Roman wohl. Wie schon der Titel nahelegt, bedient sich der popkulturell umtriebige Autor diesmal beim Spionageroman und den Bond-Filmen, die Hauptfigur allerdings, erzählt uns Jandl, ist ein schwarzer Mathematiker namens Wala Kitu, dessen Name auf zwei unterschiedlichen Sprachen "Nichts" bedeutet. Um ein ebensolches Nichts geht es auch inhaltlich, Wala Kitu soll für einen Milliardär namens Sill ein ebensolches erbeuten - und zwar ausgerechnet in Fort Knox, wo ja angeblich, aber vielleicht eben auch nicht, Amerikas Goldreserven lagern. Viel Lärm um Nichts also, aber eben toller Lärm um tolles Nichts, findet Jandl, es kommen "illustre Charaktere" vor, unter anderem eine einbeinige Bulldogge, die philosophieren kann, oder die "verführerische Gloria", die den Mathematiker ziemlich bedrängt und deren Küsse "nach Nudelsieb" schmecken. Auf das aktuelle Amerika bezieht sich das alles durchaus, lesen wir weiter, Everett parodiert die "Make America Great Again"-Ideologie und lässt ausgerechnet die in der echten Welt oft angefeindeten Wissenschaftler zu Helden werden. Nikolaus Stingl hat, lobt der Rezensent außerdem, dieses kauzige Buch in "wunderbar gaunerhaftes Deutsch" übersetzt. Insgesamt beschreibt Jandl Everetts Roman als eine anregende, durchaus hochaktuelle Lektüre.