Als "heiter-beklemmendes Zukunftsszenario" beschreibt Rezensent Dirk Fuhrig den zweiten Roman des mexikanischen Shootingstars der Literatur Jorge Comensal - heiter im Ton, beklemmend in seiner Beschreibung und Analyse einer Realität, die nicht weit von unserer entfernt sei. Die Krimi-Handlung spielt sich im Jahr 2030 ab, vor dem Hintergrund einer Ökokatastrophe, einem Großbrand auf dem Friedhof in Mexiko-Stadt. Wenngleich sich Comensal ab und zu wiederholt und seine Dialoge auf den Rezensenten etwas quasselig wirken, schafft es der Autor doch immer wieder, all die Figuren, ihre Geschichten und Themen aufzugreifen und zurückzubinden auf die Hauptprotagonisten, versichert Fuhrig. Die Hauptfiguren sind eine junge Frau, die den Tod ihrer Eltern aufklären will, und ein Friedhofswächter, der nachts heimlich Gebeine der Toten ausgräbt. Comensal gelingt es, die Verbindungen von "Umweltzerstörung, Klimawandel, Artensterben, Immobilienspekulation", aber auch unser verändertes, distanziertes Verhältnis zum Tod aufzuzeigen, und das mit wunderbar subtilem Humor, freut sich der Rezensent.