Rezensentin Wiebke Porombka schätzt Heinz Strunk für dessen "Einblicke ins mittelmäßige bis erbärmliche Leben". Das erfüllt er auch in seinem neuen Erzählungsband, aus dem sie ausführlich berichtet. Wieder sind es die vom Leben Benachteiligten, von denen er hier erzählt, Sonja zum Beispiel, die Protagonistin einer der Geschichten, hat weder Mann noch Kind und auch ansonsten keine Perspektive mehr, aber dass nun auch noch ihr Dauerschluckauf abhanden kommt, gibt ihr den Rest, schildert Porombka. Eine andere Frau klaut in Panik um ihr Weihnachtsessen Zitronen vom Menschen, dessen Einkäufe auf dem Kassenband vor ihr liegen, das einzige Talent eines Mannes besteht darin, dass er dem Briefkasten ansieht, ob darin Post auf ihn wartet. Porombka lobt, dass Strunk hier realistisch und mit genauem Blick von diesen etwas traurigen Leben erzählt.