Rezensentin Verena Mayer trifft Sven Regener zum Kaffee. Viel mehr als ein pfeifender Milchaufschäumer bleibt davon nicht in Erinnerung, aber so ist es ja auch mit Regeners neuem Roman, lässt Mayer erahnen. Obwohl: Milchschaum kann ein ganz schön kontroverses Thema sein! Im Kreuzberg der 80er etwa, wo all die Erwins, Chrissies, Schmidts und Lehmänner, die der Autor laut Mayer in schier unübersehbarer Zahl auftreten lässt, sich durchwurschteln. Das zu lesen, unterhält die Rezensentin eine Weile ganz gut, weil Regener Dialoge, also Gelaber, schreiben kann. Aber irgendwann fühlt es sich für sie an wie in einer WG-Küche morgens um 3 Uhr. Ob man da sein will, muss wohl jeder selber wissen.