Der Band eignet sich hervorragend, mit dem Dichter Henri Michaux Bekanntschaft zu schließen, empfiehlt Rezensent Helmut Mayer. Die darin enthaltenen Texte erscheinen ihm zugänglicher als die auf großen Reisen entstandenen Bücher Michaux' oder der Band "Plume", sie stehen seines Erachtens auch für Michaux' Entscheidung, der Romanform endgültig eine Absage zu erteilen und, wie Mayer es formuliert, "der unordentliche Autor zu sein", der sich um Genres und Gattungen nicht scherte. Bedauerlich findet es Mayer nur, dass der Band keine Gedichte enthält, obwohl gerade bei ihnen Michaux' Abwendung von der Sprache deutlicher nachvollziehbar werde. Bei aller Sprachzertrümmerung, die Michaux in einigen Texten betreibt, sei jedoch zugleich eine fast unheimlich anmutende sprachliche Souveränität des Autors spürbar, versichert Mayer. Ebenso wie die Surrealisten sei Michaux der Meinung gewesen, das Poetische sei überall vorhanden und werde durch den Versuch einer bewussten Herbeiführung abgetötet. Doch sei Michaux nie so naiv gewesen zu glauben, betont Mayer, dass Poesie einfach durch das Ausschalten des Bewusstseins zu erzielen sei. Für Michaux bedurfte es einer Balance, behauptet der Rezensent, zwischen dem Gewährenlassen und einer Gegenlist, um das Poetische zur Darstellung zu bringen. Die rätselhaften und skurrilen Geschichten, die Michaux seinen "inneren Berührungen" abgelauscht hat, erinnern Mayer teilweise an Kafka.