Angetan zeigt sich Jan Brachmann von Jan Assmanns Opernführer zu Mozarts "Zauberflöte". Das schön aufgemachte Buch bietet neben dem Libretto von Emanuel Schikaneder und Goethes Fortsetzung des Werks auch Assmanns Essay "Schikaneder, Mozart und die Zauberflöte", mit dem sich Brachmann eingehend befasst. Assmanns Interpretation der Zauberflöte scheint ihm in vieler Hinsicht erhellend und inspirierend. Er hebt hervor, dass der Autor die Oper gegen die Ansicht verteidigt, es handle sich um ein zusammengeschustertes Machwerk voller Widersprüche, um dann die Komplexität und Stimmigkeit des Werks aufzuzeigen, indem er die verschiedene Dimensionen der Zauberflöte unterscheidet. Brachmann folgt der Argumentation Assmanns in vielen Punkten und lobt die Ausführungen als "schön" und "überzeugend". Allerdings moniert er Assmanns zu positives Bild der Freimaurer und hält ihm vor, Mozarts und Schikaneders Kritiks an der Loge zu übersehen.