Rezensent Jens Uthoff ist begeistert von den Kurzgeschichten des ukrainischen Autors. Der 1981 geborene Schriftsteller reiste in der Vergangenheit viel umher, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Ukraine, in der er als berühmter, linker Autor angesehen wird. Seit 2022 ist er Soldat in der ukrainischen Armee, bewacht Kriegsgefangene und verrichtet Schreibarbeit, lässt uns Uthoff wissen. Doch seine Kurzprosa zehrt vielmehr von seinen Reiseerfahrungen innerhalb seines Heimatlandes, bemerkt der Kritiker, der die Erzählungen als kurze "Road Novels" liest. So auch die Uthoff an "Bonnie und Clyde" erinnernde Titelerzählung, in der ein junges Paar durch die Ukraine reist und sich in die die Landstriche und den Alltag des Landes verliebt. Neben der meisterlich-konkreten Figurenzeichnung im Stile der realistischen US-Literatur des 20. Jahrhunderts erfreut sich der Rezensent an der literarischen Ausleuchtung der Ukraine. Auf allen Ereignissen liegt jedoch ein "grauer Schleier", erkennt der Kritiker, auf ein gutes Ende laufen sie meist nicht hinaus.