Angeregt liest Rezensentin Sylvia Staude dieses erstmals auf deutsch vorliegenden, im Original 1935 erschienenen Roman Ivy Compton-Burnetts, der zu weiten Teilen aus Dialogen besteht, weil die Autorin keine Lust hatte, ihre Leser mit modischen und ähnlichen Details zu langweilen. Es dauert manchmal etwas, bis man versteht, wer gerade spricht, so Staude: Die Handlung jedenfalls dreht sich um die Familie Edgeworth, in deren Zentrum der Patriarch Duncan steht, der Bücher, die ihm missfallen, verbrennt und insgesamt dreimal heiratet. Über Geheimnisse wie etwa Ehebruch wird in diesem Haushalt geschwiegen, erfahren wir, wobei die Familienmitglieder gleichzeitig ausgiebig in spitzer Zunge gegenseitig über sich herziehen. Satirische Aspekte hat dieses Buch, meint die Rezensentin, zum Beispiel wenn es um den wehleidigen Duncan geht, oder um Frauen, die vor allem darauf aus sind, ihre eigene ökonomische Stellung abzusichern. Insgesamt ein anregendes Dialogkunstwerk, so der Tenor der Rezension.