Ziemlich begeistert ist Rezensent Cord Riechelmann von diesem im Original 1969 erschienenen Buch, einem radikalen Klassiker des Nature Writing. Josephine Johnson schreibe darin über die Natur einer Gegend im US-Bundesstaat Ohio, das Buch strukturiere sich entlang der Abfolge der zwölf Monate, begonnen mit Januar. Riechelmann identifiziert einen zentralen Gegenspieler, gegen den Johnson anschreibt, nämlich das Pentagon beziehungsweise die amerikanische Kriegsmaschine in Vietnam, sowie zwei Grundantriebe dieses Textes: eine Bewegung des Zorns und eine der Liebe. Oft scheint der Zorn Überhand zu nehmen, jedenfalls scheint Johnson, beschreibt Riechelmann, bereits, die Natur notfalls mit der Waffe zu verteidigen. Außerdem verweist der Rezensent auf eine Differenz zu den Transzendentalisten wie Thoreau und Emerson, denen ihre Prosa auf den ersten Blick zwar nahe ist - auf den zweiten wird jedoch klar, dass sie in der Natur eben nicht die Transzendenz, sondern die reine, aus sich selbst sprechende Immanenz sucht. Riechelmann folgt ihr gern auf ihren Wegen.