Eine skurrile Geschichte über das sinnlose Böse, genauer gesagt: ein 160-Seiten Roman über eine krude Dreiecksbeziehung ohne Liebe, ohne Leidenschaft, aber: aufgebaut auf dem grundlegenden Wunsch, "einmal einen Mann zu töten" - meisterhaft erzählt, ohne Spannung und ohne Begründungen oder Erklärungen, lautet das Urteil von Rezensentin Liane von Billerbeck, die einräumt, dass man beim Lesen hin und wieder verzweifeln mag. Denn alles, was hier geschieht, scheint völlig grund- und ambitionslos zu geschehen - wäre da nicht dieser Wunsch, so Billerbeck, den der Erzähler einmal als Sechsjähriger äußert: der Wunsch, zu töten, der den Geschehnissen zwar keinen Grund, aber eine Direktive gibt. Aber auch dieser Wunsch hat keinen nachvollziehbaren Ursprung. Aber so ist es eben, das Böse, mit dem Köhlmeier sich in seinen Texten immer wieder befasst, weiß die Rezensentin: Es ist einfach da. Und gerade in der Beschreibung dieser bloßen, grundlosen Existenz, dieser "unglaublichen Leere, der stillen Gewalt" ist Köhlmeier ein Meister, so die Rezensentin.