Einen veritablen Verriss widmet Rezensent Roman Bucheli Florian Illies, der "tremolierende Prosa" über Thomas Manns Sommer in Sanary-sur-Meer geschrieben habe und dabei glaube, es handle sich um ein Sachbuch. Mit allem Pathos werde geschildert, wie Mann noch einmal die Pendeluhr aufzieht, bevor er sich mit seiner Frau Katia auf den Weg macht, zunächst nach Amsterdam, dann nach Paris, Arosa und schließlich nach Sanary. Auch vom Exilweg der ganzen Familie Mann, von Lion Feuchtwanger und Arnold Zweig liest Bucheli, Illies schreibt fast cinematografisch, immer live dabei, wenn Klaus und Erika sich im Auto den Fahrtwind ins Gesicht flattern lassen oder Feuchtwanger seine Sekretärin zur Geliebten macht. Es stört den Kritiker dabei nicht nur das klatschhafte der Schilderungen, sondern vor allem auch die unausgegorene Sprache - dass der Autor bezüglich der jüdischen Herkunft Katia Manns dann auch noch die Diktion der Nazis übernimmt, setzt dem ganzen noch die Krone auf, schimpft er.