Ein starkes, nüchternes Buch über das Altern aber auch über die Liebe hat Natascha Wodin laut Rezensentin Cornelia Geißler geschrieben. Unter anderem thematisiert Wodin darin, lesen wir, ihren späten Durchbruch als Erfolgsautorin mit dem Buch "Sie kam aus Mariupol", das von ihrer ukrainischen Mutter handelt und 2017 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde. In ihrem neuen Buch macht sich Wodin über literarische Beschreibungen des Älterwerdens lustig, die die Härten dieses Prozesses nicht benennen - und doch liest Geißler hier nicht einfach ein Buch über Resignation, vielmehr öffnen sich bei Wodin immer wieder bereichernde Gedankenwelten. Die haben mal mit Wodins Leseerfahrungen zu tun, mal auch mit einer neuen Liebe in ihrem Leben. Insgesamt entsteht dabei, so die vom Buch sehr angetane Rezensentin, eine tolle Beschreibung des Älterwerdens, die einem weder Angst einjagen noch auf Teufel komm raus Hoffnung machen will.