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- Wallstein Verlag GmbH
- 2026
- Gebunden
- 440 Seiten
- ISBN 9783835360785
Herausgeber: Andreas Mauz
Hebel hat mit seinen Kalendertexten Literaturgeschichte geschrieben. Zu seinem 200. Todestag am 22. September sind sein "Schatzkästlein" und unbekanntere Texte neu zu entdecken. Johann Peter Hebels Kalendertexte verbinden in pointierter Form Unterhaltung mit lebenspraktischem Wissen. Sie bieten allerlei "Merkwürdigkeiten": Dinge, die es wert sind, gemerkt zu werden, aber auch Außergewöhnliches und Kurioses - ohne dass sich das eine streng vom anderen trennen ließe. Die vorliegende Ausgabe präsentiert eine doppelte Auswahl: Sie umfasst das von Hebel selbst verantwortete "Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes" (1811), ergänzt diese kanonische Sammlung aber um unbekanntere Texte der Jahrgänge 1812 bis 1819. Damit bringt das Buch zugleich einen wenig beachteten Schwerpunkt von Hebels kalendarischem Schreiben zur
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Geltung: Auch jenseits des Klassikers "Kannitverstan" widmen sich seine Texte so intensiv wie pointiert der Verstehensproblematik. Sie vermessen das Spektrum zwischen Verstehen, Missverstehen und Nichtverstehen. Hebel zieht die Lesenden aktiv in die entsprechenden Lust- und Leidenserfahrungen hinein und schult durch unzählige Konfliktszenen ihre ethisch-hermeneutische Urteilsfähigkeit - auch gegenüber den Erzählungen selbst. Denn oft sind die Beziehungen zwischen der Geschichte und ihrer Moral komplexer als es das demonstrative "Merke" glauben machen will.
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